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Literatur und Studien zum Thema Nasendusche

Hier finden Sie einige wissenschaftliche Studien zur Nasenspülung. Wenn Sie auf die entsprechende Überschrift klicken, können Sie eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse lesen. Die ganzen Abstracts in Englischer Sprache finden Sie unter http://www.medline.de.

Mehr zur Geschichte der Nasenspülung hier

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Wirksamkeit einer täglichen Nasenspülung mit hypertoner gepufferter Kochsalzlösung bei Patienten mit Sinusitis: Eine randomisierte kontrollierte Studie.
Rabago D, Zgierska A, Mundt M, Barrett B, Bobula J, Maberry R
J Fam Pract 2002; 51(12):1049-55

Eine tägliche Nasenspülung mit hypertoner Salzlösung verbessert die Lebensqualität im Hinblick auf Sinusitisbeschwerden, verringert Nasennebenhöhlen-Beschwerden und Medikamentenkonsum bei Patienten mit häufigen Nasennebenhöhlenentzündungen. Ärzte der Primärversorgung können sich auf der Grundlage dieser Studienergebnisse sicher fühlen, die tägliche Nasenspülung als Behandlungsmethode bei rezidivierenden Nasennebenhöhlenentzündungen zu empfehlen.

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Klinische Studie und Literaturübersicht zur Nasenspülung.
Tomooka LT; Murphy C; Davidson TM: Clinical study and literature review of nasal irrigation.
Laryngoscope 2000; 110(7):1189-1193

Die Nasenspülung ist ein wirksames Hilfsmittel, die Krankheitssymptome von Patienten mit Erkrankungen der Nase zu verringern. Die Nasenspülung ist eine kostengünstige Methode, die Symptome von Nasenerkrankungen zu erleichtern. Die Methode hat keine dokumentierten ernsthaften ungünstigen Nebenwirkungen und wird von den meisten Patienten gut vertragen. Bei der großen Anzahl von Patienten mit sinunasalen Erkrankungen hat die Nasenspülung ein enormes Potenzial die Lebensqualität von Millionen von Patienten auf eine kostenarme Weise zu verbessern.

Nasal Irrigation is an effective tool in improving symptoms in patients with nasal disease. Nasal irrigation represents a cost-effective method of alleviating symptoms of nasal disease. The method has no documented serious adverse effects and is well tolerated by most patients. Given the large number of patients with sinonasal disease, this nasal irrigation has enormous potential in improving quality of life in a cost-efficient manner for millions of patients.

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Wirkung der Nasenspülung mit isotoner Salzlösung bei Patienten mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis).
Bachmann G; Hommel G; Michel O: Effect of irrigation of the nose with isotonic salt solution on adult patients with chronic paranasal sinus disease.
Eur Arch Otorhinolaryngol 2000;257(10):537-41

Endonasale Spülungen mit Salzlösungen sind wirksam bei der Behandlung einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung, und es wurde kein signifikanter Unterschied zwischen Emser Salz und Natriumchlorid (Kochsalz) beobachtet.

Endonasal irrigations with salt solutions are effective in the treatment of chronic sinusitis, and a significant difference between Ems salt and sodium chloride was not observed.

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Nasenspülung als wertvolle Begleitung bei der Behandlung von chronischer Rhinosinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung).
Taccariello M; Parikh A; Darby Y; Scadding G: Nasal douching as a valuable adjunct in the management of chronic rhino-sinusitis.
Rhinology 1999; 37: 29-32

Zusammenfassend zeigt unsere Studie die Vorteile, die Nasenspülung als Begleittherapie bei Patienten mit chronischer Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) zu verwenden. Die Nasenspülung mit alkalischer Lösung ist wirksam, endoskopische Veränderungen (durch Sinusitis) zu verbessern und ist wahrscheinlich am geeignetsten bei Verschlechterungen anzuwenden.

In conclusion, our study shows the benefits of using nasal irrigation as a adjunctive therapy in patients with Chronic Rhinosinusitis. Alkaline nasal douche is effective in improving endoscopic appearances and is probably best used during exacerbations.

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Die Wirkung des pH (Säuregrad) von Nasenspüllösungen auf die mukoziliare Clearance (Reinigungsfunktion der Nasenschleimhaut).
Homer JJ; England RJ; Wilde AD; Harwood GR; Stafford ND: The effect of pH of douching solutions on mucociliary clearance.
Clin Otolaryngol 1999; 24(4):312-5

Es wurde die Wirkung des pH-Wertes von hypertonen Salzlösungen auf die mukoziliare Clearance (Reinigungsfunktion der Nasenschleimhaut) untersucht, um die allgemeine Annahme zu über prüfen, dass derartige Lösungen alkalisch gepuffert sein sollten (z. B. mit Natriumhydrogencarbonat). Dreißig gesunde Patienten wurden in eine randomisierte kontrollierte Crossover-Studie eingeschlossen. Die mukoziliare Clearance wurde mit dem Saccharin-Test bestimmt. Es fand sich kein Unterschied in der mukoziliaren Clearance nach der Spülung mit einer nicht-gepufferten und einer auf einen pH von 8 gepufferten hypertonen Salzlösung. Jedoch verbesserten beide Spüllösungen signifikant die mukoziliäre Clearance gegenüber dem Ausgangswert vor der Spülung (p<0,001) wahrscheinlich aufgrund der Hypertonizität (der stärkeren Salzkonzentration).

The effect of the pH of hypertonic saline nasal douching solutions on mucociliary clearance was studied in order to investigate the common notion that such solutions should be buffered alkaline. Thirty normal subjects were included in a randomised controlled crossover trial. Mucociliary clearance was measured by the saccharin clearance time. There was no difference in mucociliary clearance after douching with a non-buffered solution and a solution buffered to pH 8. However both solutions significantly improved mucociliary clearance compared to the baseline (P < 0.001) probably on account of their hypertonicity.

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Akzeptanz und Wirkungen der Nasenspülung bei Holzarbeitern als freiwillige Studienteilnehmer.
Rabone SJ; Saraswati SB: Acceptance and effects of nasal lavage in volunteer woodworkers.
Occup Med (Lond) 1999;49(6):365-9

Holzstaub ist ein Reizstoff und ist für die Nasenschleimhaut krebserregend. Er behindert seine eigene Entfernung aus der Nase. Es ist deswegen sinnvoll, den nach einer Exposition zurückbleibenden Holzstaub aus der Nase heraus zu spülen.

... Es wird gefolgert, dass die Nasenspülung eine annehmbare, wirksame und kostenarme Möglichkeit mit minimalen Nebenwirkungen für Holzarbeiter ist, die nasale Symptome haben und die die Prozedur ausprobieren möchten.

"Wood dust is an irritant and is carcinogenic to the nasal mucosa. It inhibits its own clearance from the nose. It therefore makes sense to lavage retained wood dust from the nose following exposure.

... It is concluded that nasal lavage is an acceptable, effective and inexpensive option with minimal side effects for woodworkers who experience nasal symptoms and who wish to try the procedure.

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Behandlung von chronischer Nasennebenhöhlenentzündung bei Kindern durch Nasenspülung mit hypertoner gegenüber normaler Salzlösung.
Shoseyov D; Bibi H; Shai P; Shoseyov N; Shazberg G; Hurvitz H: Treatment with hypertonic saline versus normal saline nasal wash of pediatric chronic sinusitis.
Journal of Allergy and Clinical Immunology 1998; 101:602-5

Zusammenfassend verbessert das Einbringen von 1 ml hypertoner Salzlösung (auf die Nasenschleimhaut) dreimal pro Tag für einen Monat den klinischen und radiologischen Zustand bei Kindern mit chronischer Sinusitis. Die Behandlung ist tolerierbar, billig und wirksam.

In conclusion, instillation of 1 ml of Hypertonic Saline three times a day for 1 month improves the clinical and radiologic status among children with Chronic Sinusitis. The treatment is tolerable, inexpensive, and effective.

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Mukoziliäre Clearance (Reinigungsfunktion der Nasenschleimhaut) und gepufferte hypertone Salzlösung.
Talbot AR; Herr TM; Parsons DS: Mucociliary Clearance and Buffered Hypertonic Saline Solution.
Laryngoscope 1997; 107:500-3

Die Nasenspülung mit gepufferter hypertoner Salzlösung ist eine wichtige Ergänzung zur Behandlung von sowohl chronischen Nasennebenhöhlenerkrankungen als auch postoperativ. Eine Verbesserung der mukozilären Transitzeit wurde mit einer gepufferten hypertonen Salzlösung im Vergleich zu einer gepufferten normalen (isotonen) Salzlösung gesehen (eine Verbesserung um 3,1 Minuten im Vergleich zu 0,14 Minuten, p=0,02, und 17% Verbesserung im Vergleich zu 2%, p=0,013). Bei Patienten mit chronischer Sinusitis und postoperativ sollte eine Nasenspülung mit gepufferter hypertoner Salzlösung verwendet werden. Diejenigen (Patienten) mit anderen Ursachen von Rhinitis einschließlich akuter Nasennebenhöhlenentzündung können ebenfalls von einer regelmäßigen Nasenspülung mit dieser Lösung profitieren.

Buffered hypertonic saline nasal irrigation is an important addition to the care of sinus disease, both chronic and post surgical. Improvement in Mucociliary transit time was seen with buffered hypertonic saline solutions vs. buffered normal saline (3.1 minute improvement compared to 0.14 minutes P = 0.02 and 17% improvement compared to 2% P=0.013). Buffered hypertonic saline irrigation should be used in chronic and postoperative sinus patients. Those with other causes of rhinitis, including acute sinusitis, may also benefit from regular nasal irrigation with this solution.

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Überwärmung und einfache Spülung der Nase bei anhaltender Rhinitis. Veränderungen von Entzündungsmediatoren.
Georgitis JW: Nasal hyperthermia and simple irrigation for perennial rhinitis. Changes in inflammatory mediators.
Chest 1994;106(5):1487-92

Diese Studie demonstriert den Nutzen einer Behandlung mit großpartikulärem Wasserdampf und der Spülung mit Salzlösung hinsichtlich einer Verringerung von Entzündungsmediatoren in Nasensekreten und unterstützt indirekt die klinische Wikrsamkeit dieser Behandlungen bei chronischer Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut).

This study demonstrated the usefulness of large particle vapor treatment and saline solution irrigation in reducing inflammatory mediators in nasal secretions and indirectly supports the clinical efficacy of these treatments for chronic rhinitis.

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Erfahrungsbericht zur klinischen Anwendung der Nasenspülung in einer Kinderklinik
Jean Chevaillier, leitender Physiotherapeut im Zeepreventorium, De Haan, Belgien, 2002

Wir haben vor etwa zehn Jahren damit begonnen, die Nasenspülung mit isotoner Kochsalzlösung in der Klinik anzuwenden, nachdem der Vater eines Patienten mit zystischer Fibrose mir diese Technik gezeigt hatte. Die Mutter des Patienten litt unter regelmäßig wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) und ihr Yogalehrer riet ihr, die Nasenspülung zweimal am Tag anzuwenden. Ihr Zustand besserte sich so gut, dass sich der Vater entschloss, die Nase seines Sohnes ebenfalls täglich zu spülen. Auf diese Weise haben wir damit in der Klinik begonnen.

Am Anfang haben wir die Nasenspülung in einer kleinen Patientengruppe eingesetzt. Diese Gruppe wurde größer und größer. Heute verwenden wir sie für fast alle unsere Patienten. Unsere Altersgruppe reicht von 2 1/2 bis über 30 Jahre. Es gibt aber keine Altersgrenze.

Wir setzen die Nasenspülung bei folgenden Erkrankungen ein: zystische Fibrose (Mukoviszidose), Asthma, ziliäre Dyskinesie, Bronchiektasien, chronische Bronchitis, Adipositas (Fettsucht) und vielen anderen Erkrankungen insbesondere bei Kindern. Persönliche Erfahrungen habe ich mit Patienten, die an zystischer Fibrose leiden. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir dieselben guten Ergebnisse auch bei anderen Erkrankungen erzielen.

Der Zweck der Nasenspülung ist es, die außerordentlich wichtige Nasenatmung zu verbessern. Bekanntlich ist die Nasenatmung für die meisten Säugetiere von zentraler Bedeutung. Beim Einatmen garantiert sie gleichzeitig ein Filtern der Luft sowie eine Befeuchtung und Erwärmung. Diese drei Faktoren ermöglichen uns die Luft entsprechend vorzubereiten, ehe sie in unsere Lungen strömt. Damit werden alle Arten von Reizerscheinungen vermieden und die Atemwege werden feucht und bei optimaler Temperatur gehalten. Bei Asthmapatienten ist das sehr wichtig, weil hierdurch anstrengungsbedingtes Asthma verhindert werden kann. Wir haben das so viele Male mit unseren Patienten in der Vergangenheit getestet. Wenn Kindern erlaubt wurde, durch den Mund zu atmen, hatten sie häufiger anstrengungsbedingtes Asthma, als wenn sie durch die Nase atmeten. Dieses Phänomen ist seit langem bekannt. Ich beziehe mich dabei auf die Arbeiten von Dr. Fink in Australien.

Um sicher zu gehen, dass Patienten durch die Nase atmen, verwenden wir Klebeband, um ihren Mund während der Instruktionsphase zu verschließen. Im Winter bitten wir sie durch ein Tuch zu atmen, um so wenig Feuchtigkeit und Wärme wie möglich zu verlieren, damit die oberen Atemwege (zentrale Bronchien) nicht eintrocknen und zu stark abkühlen.

Wenn wir für eine optimale Funktion der Nase sorgen, so glauben wir, ermöglichen wir es diesen Patienten sogar, sportliche Aktivitäten aufzunehmen.

Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass Ausatmen durch die Nase ebenfalls von großer Wichtigkeit ist. Die Luft auszuatmen, die in der Einatmungsphase zusätzlich durch den Kontakt mit den Bronchien und Alveolen befeuchtet und erwärmt worden ist, ermöglicht es der Nase einen Teil der abgegebenen Energie zurück zu gewinnen. Diese Energie, ein Teil der Wärme und Feuchtigkeit, kann erneut bei der nächsten Einatmung verwendet werden. Das stellt einen ausgezeichneten ökologisch-ökonomischen Weg dar.

Außerdem erzeugt das Ausatmen durch die Nase infolge des Widerstands in der Nase einen geringen Druckanstieg in den Bronchien, welcher die Atemwege offen hält und eine vorzeitige bronchiale Kompression vermeidet.

Ich denke, dass die Nase und der Kehldeckel unser angeborener Apparat für einen positiven Ausatmungsdruck sind, den wir alle insbesondere dann benötigen, wenn wir aktiv und forciert atmen. Das ist ein weiterer Grund, Patienten mit instabilen oder hyperreaktiven Atemwegen dazu anzuhalten, durch die Nase zu atmen.

Ich meine, dass dies alles die Bedeutung einer Reinigung der oberen Atemwege betont und erklärt. Die Nase zu spülen und so zu reinigen gewährleistet genau das. Seitdem wir diese Methode anwenden, haben unsere Patienten deutlich weniger durch Mundatmung hervorgerufene Atemwegsprobleme.

Die Nase so regelmäßig wie möglich zu säubern, verhindert auch tiefergreifende Infektionen wie Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündungen) und andere. Professor von der Hardt (Medizinische Hochschule Hannover) hat mir vor einigen Jahren gesagt: “Kein Schleim, kein Keim”.

Für Patienten mit z.B. zystischer Fibrose, die durch Transplantation eine neue Lunge erhalten haben, ist es sehr wichtig, die oberen Atemwege sehr sauber zu halten. Im Schleim der oberen Atemwege siedelnde Bakterien können auch die Lungen infizieren. Die Organabstoßung verhindernden Medikamente unterdrücken das Immunsystem, was anfälliger für Infektionen macht. Deswegen müssen diese Patienten viel eher und öfter Antibiotika einnehmen. Nasenspülungen verringern den mit Bakterien besiedelten Schleim im Nasenrachenraum. Alle unsere Patienten mit zystischer Fibrose und Transplantation spülen deswegen regelmäßig die Nase ein- bis zweimal pro Tag. Das ist die entscheidende präventive Maßnahme.

Bei sehr kleinen Kindern verwenden wir nicht die Nasenspülkannen, sondern kleine, mit isotoner Kochsalzlösung gefüllte Pipetten aus Kunststoff. Je nach Möglichkeit geben wir kleine Mengen Salzlösung in ein Nasenloch, bis sie zum anderen Nasenloch wieder herauskommt. Ist die Nase verstopft und kommt keine Spüllösung auf der anderen Seite heraus, können wir die Lösung durch das gleiche Nasenloch wieder zusammen mit dem Schleim in die Pipette zurückziehen. Anschließend spülen wir durch das andere Nasenloch und halten dann den Mund einige Sekunden lang geschlossen, damit das Baby durch die Nase atmen muss und so auch der hintere Bereich der Nasenhöhle gereinigt wird.

In einigen Fällen mit anhaltenden Problemen kann man zusätzlich ein schleimlösendes Medikament wie Acetylcystein geben, um die Reinigung zu erleichtern.

Ab und zu, wenn z.B. die Nase vollständig verstopft ist, kann es erforderlich sein, vor der Nasenspülung ein die Nasenschleimhaut abschwellendes Medikament zu verabreichen, das die Nase öffnet. Wird das vergessen, schnäuzen die Patienten ihre Nase zu heftig und das kann für die Mittelohren gefährlich sein.

Praktische Aspekte:

Wir sagen unseren Patienten, dass sie die Schwerkraft verwenden sollen und sonst nichts. Es ist untersagt heftig auszuschnäuzen, weil dadurch das Mittelohr geschädigt werden kann. Nach einer kurzen Nasenspülung bitten wir unsere Patienten, die Nase auf sanfte Weise ohne Anstrengung durch beide Nasenlöcher gemeinsam zu schnäuzen. Wir verwenden dafür die gesamte Vitalkapazität. Es ist besser, die Nase mit einem großen Volumen auf sanfte Weise zu schnäuzen als mit einem kleinen Volumen und großer Kraftanstrengung. Wenn nur wenig Schleim herausgekommen ist, wiederholen wir das Naseschnäuzen durch ein Nasenloch (mit Zuhalten des anderen) solange, bis nichts mehr herauskommt. Dann spülen wir erneut und wiederholen die ganze Prozedur wie beschrieben, bis die Nasenspülkanne leer ist. Wenn noch Schleim aus der Nase herauskommt, sollte man eine zweite Nasenspülung vornehmen. Wie schon erwähnt, sollte alle Kraftanstrengung vermieden werden, insbesondere bei kleinen Kindern.

Das sind, lieber Herr Professor, die wichtigsten Informationen, die ich Ihnen geben kann. Ich bin von dieser Methode, die oberen Atemwege zu behandeln und zu pflegen, 100%ig überzeugt, weil sie ohne große Mühen sehr wirksam ist. Die Nasenspülung hilft, die Bakterien fern zu halten. Gleichzeitig wird die Nase offen und feucht gehalten. Das erlaubt uns, auf die einzig richtige Art und Weise zu atmen, nämlich durch die Nase. Ich meine, dass dies alles - von Babies abgesehen - sehr wichtig ist, und dass viele dazu neigen, die Bedeutung und Wirksamkeit der Nasenspülung einfach zu unterschätzen.

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Literatur

Bitzer E, Schmidt T, Dörning H, Grobe TG, Lorenz Ch (2002): Erkältungen vorbeugen und lindern – Effekte durch Nasespülen. Evaluation eines Modellvorhabens nach § 63 SGB V. In: S. 196-206. In: Walter U, Drupp M, Schwartz FW (Hrsg.) Prävention durch Krankenkassen. Zielgruppen, Zugangswege, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Juventa Verlag Weinheim und München. S. 196-206.

Plümer H (1995): Die tägliche Nasenspülung mit physiologischer Kochsalzlösung zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten bei Bundeswehrrekruten. Medizinische Dissertation, Medizinische Hochschule Hannover

Rose G (1992): The Strategy of Preventive Medicine. Oxford Medical Publications. Oxford University Press.

Schmidt T, Plümer H, Robra B-P, Schwartz FW (1996): Die Nasenspülung zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten. In: Walter U, Paris W (Hg.): Public Health. Gesundheit im Mittelpunkt. Forum Public Health und Alfred & Söhne, Verleger, Meran, S.147-153.

Schmidt T, Bitzer EM, Baumann N, Grobe TG, Hayer O, Lorenz C, Dörning H (2001): Modellvorhaben nach § 63 SGB V. Nasendusche mit physiologischer Kochsalzlösung zur Prävention von Erkältungskrankheiten. Endbericht – Teil 1. Prospektive Beobachtungsstudie mit Kontrollgruppenvergleich an GEK-Versicherten. ISEG-Endbericht. Hannover.

Swami Janakananda Saraswati (1991): Yoga, Tantra und Meditation im Alltag. Bindu.

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