Presseberichte über Nasendusche - Nasenduschen
Gegen Schnupfen - Nasendusche voll im Trend
- Krankenkasse lobt Präventionsmaßnahme
Berlin - Schnupfen weg mit Nasendusche: Tägliches Spülen der Schleimhäute kann
viele Erkältungs- und Atemwegskrankheiten lindern oder verhindern, wie eine am
Freitag vorgestellte Studie im Auftrag der Gmünder Ersatzkasse ergab.
Das Spülen, das Krankheitserreger ausschwemmen soll, sei weit wirksamer als die
Einnahme von Vitaminen, erklärte GEK-Vorstandschef Dieter Hebel. Weil man
weniger häufig krank werde, müsse man auch seltener zum Arzt und benötigen
weniger Medikamente. Für gesetzlich Krankenversicherte, die rezeptfreie
Medikamente ab 2004 selbst zahlen müssen, wäre dies eine erhebliche Ersparnis,
meinte Hebel. Nach seinen Worten kosten Erkältungsmittel - für Kinder werden sie
weiter bezahlt - die Krankenkassen jährlich 90 Millionen Euro. Privatleute
legten noch einmal 200 Millionen Euro aus eigener Tasche drauf. Das Nasenspülen
zwei Mal am Tag solle so üblich werden wie das Zähneputzen, forderte Hebel.
Millionen von Krankheitstagen bei Arbeit und Schule könnten verhindert werden.
"Das ist kein Werbegag", betonte der Krankenkassenmanager. Auch die Deutsche
Skisprung-Nationalmannschaft sei mit Nasenduschen ausgestattet worden.

Nach der Studie im Auftrag der Kasse sagten 85 Prozent der Teilnehmer nach
dauerhafter Nutzung der Nasendusche, sie sähen eine Verbesserung ihrer
Erkältungsbeschwerden, sie gingen weniger zum Arzt und nähmen weniger
Medikamente. 90 Prozent der beobachteten Nasenduscher wollten die Methode weiter
anwenden, erklärte Projektleiter Thomas Schmidt. Gespült wird mit einer selbst
gemachten Kochsalzlösung. Mit einem speziellen Gefäß wird sie in ein Nasenloch
eingeführt und kommt aus dem anderen wieder heraus. Die Methode werde von 95
Prozent der Anwender als angenehm bewertet, versicherte Schmidt. Er hat eine
eigene Nasenspülkanne entwickelt, die die GEK an ihre Mitglieder verteilt.
Nasenduschen gibt es aber auch in der Apotheke
Report zur GEK-Nasendusche
Bei den
Erkältungskrankheiten handelt es sich um die am häufigsten
vorkommende Krankheitsart. In der GEK-Studie wird dargelegt,
dass die Nutzung der Nasendusche ein effizientes Mittel zur
Erkältungsprävention offenbart. Die Nasenspülung mit
physiologischer Kochsalzlösung stellt eine wirksame und
kostengünstige Alternative zu den herkömmlichen
Erkältungsmitteln dar.
Die GEK-Studie ist eine vereinfachte und gekürzte Fassung von
zwei wissenschaftlichen Ergebnisberichten, die im Auftrag der
GEK erstellt wurden. Es handelt sich um den Bericht
- Modellvorhaben nach § 63 SGB V. Nasendusche mit
physiologischer Kochsalzlösung zur Prävention von
Erkältungskrankheiten. Endbericht - Teil 1
- Modellvorhaben nach § 63 SGB V. Nasenspülung mit
physiologischer Kochsalzlösung zur Prävention von
Erkältungskrankheiten und allergischen Affektionen.
Endbericht - Teil 2
Die GEK-Studie sowie die beiden Endberichte können Sie als
PDF-Dokumente herunterladen.

Mit Nasenspülungen können Millionen gespart werden. Zu diesem
Ergebnis kam die Gmünder Ersatzkasse (GEK) bei der Präsentation der
Studie „Die GEK-Nasendusche“ in Berlin. Im Rahmen der Untersuchung
wurden Versicherte, die bei der GEK eine Nasendusche bestellt hatten,
nach ihren Erfahrungen gefragt. Zum Vergleich nahmen die Patienten einer
Kontrollgruppe täglich eine Multivitaminbrausetablette ein.
Den Autoren der Studie zufolge ist durch den Einsatz einer
Nasendusche bei neun von 14 Patienten ein signifikanter Rückgang von
Atemwegsbeschwerden zu verzeichnen, während im Vergleich die Einnahme
von Vitaminen kaum Wirkung zeigt. „Mehr als 85 Prozent der Befragten
sehen Verbesserungen bei Erkältungsbeschwerden und Erkrankungen der
Atemwege“, unterstrich Professor Dr. Thomas Schmidt von der
Medizinischen Hochschule Hannover die herausragende Rolle der
Nasendusche. Die Patienten hätten wesentlich seltener einen Arzt
aufgesucht und weit weniger Medikamente bezogen, so Schmidt. GEK-Chef
Dieter Hebel würdigte das Einsparpotenzial der Nasendusche, die viele
der abschwellenden und salzhaltigen Nasenmittel sowie erkältungstypische
Vitaminpräparate überflüssig mache. Allein im Jahr 2002 seien rund 20
Millionen Packungen für 90 Millionen Euro zu Lasten der GKV verschrieben
und abgerechnet worden. Im Bereich der Selbstmedikation kämen weitere 55
Millionen Packungen für rund 200 Millionen Euro dazu, so Hebel. „Wir
wollen, dass dieses Geld in den Taschen der Versicherten bleibt“,
betonte der Vorstandsvorsitzende der GEK.
Professor Dr. Friedrich Wilhelm Schwartz von der Medizinischen
Hochschule Hannover zog eine Parallele zur Zahnprophylaxe. „Der
regelmäßige Gebrauch der Nasendusche sollte so selbstverständlich wie
die regelmäßige Zahnpflege werden“, sagte Schwartz. |